Bringt stets die dielektrische Leistung, selbst bei niedrigen Temperaturen.

Die Envirotemp™ FR3™-Flüssigkeit stellt ihre Effizienz im Betrieb von Transformatoren bei niedrigen Temperaturen unter Beweis. Nach 6 Tagen bei einer absoluten Temperatur von -40 °C – auf unserem Planeten eher selten – hat die FR3-Flüssigkeit Hochspannungsprüfungen erfolgreich bestanden. Bei Befolgung der empfohlenen Wartungs- und Handhabungsverfahren erwarten wir, dass die FR3-Flüssigkeit die Branchenanforderungen im Betrieb bei niedrigen Temperaturen erfüllt.

Bei der Betrachtung der Kalttemperaturmerkmale von Flüssigkeiten wird häufig nur der Stockpunkt berücksichtigt und angenommen, dass die Flüssigkeit jenseits ihres Stockpunkts nicht mehr fließt. Das trifft jedoch nicht zu. Der Stockpunkt ist lediglich eine Diagnoseprüfung, bei der verschiedene Öle und der Durchfluss über einen festgelegten Zeitraum verglichen werden. Mit dem Stockpunkt wird ein relativer Maßstab im Kontext bestimmt, es wird jedoch nicht festgestellt, ob eine Flüssigkeit über diesen Punkt hinaus funktioniert.

Die Durchschlagspannung wird bei der FR3-Flüssigkeit bis mindestens -50 °C aufrechterhalten.

Die FR3-Flüssigkeit behält die Durchschlagfestigkeit selbst bei deutlich niedrigen Temperaturen als Mineralöl bei. Aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung hat die FR3-Flüssigkeit einen hohen Wassersättigungsgrad (1000 ppm im Vergleich zu 60 ppm von Mineralöl bei 20 °C) und behält deshalb ihre Durchschlagfestigkeit selbst bei extrem niedrigen Temperaturen. Während Mineralöl bei niedrigen Temperaturen eine geringere Viskosität aufweist, ist seine Wasseraufnahmefähigkeit sehr gering, was die Durchschlagfestigkeit des Öls beträchtlich schwächt.

Der Einsatz von Kaltstartverfahren hat verschiedene Gründen

Der Zustand der Flüssigkeit hängt vom Flüssigkeitsvolumen, der Umgebungstemperatur, der Zeitdauer bei dieser Temperatur und der Abkühlgeschwindigkeit ab. Der Berufsverband IEEE hat drei Normen zu Leerlaufstartverfahren veröffentlicht (C57.12.00 and C57.93.00 and C57.106.00). Aus verschiedenen Gründen müssen diese Verfahren in jeder Kaltstartbedingung durchgeführt werden, unabhängig davon, ob es sich um Mineralöl oder natürlichen Ester handelt:

  • Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt kann Mineralöl nur wenige PPM Wasser aufnehmen, bevor es gesättigt ist. Folglich ist die Durchschlagfestigkeit von gesättigtem Mineralöl (abgesehen von freiem Wasser) gering. Bei Aktivierung eines mit sehr kaltem Mineralöl gefüllten Transformators bei Volllast besteht ein erhebliches Risiko des dielektrischen Versagens. Das Kaltstartverfahren ermöglicht eine allmähliche Erwärmung des Transformators, damit sich das freie Wasser im Mineralöl auflösen kann.
  • Bei einem Transformator mit FR3-Flüssigkeit, der nicht in Betrieb ist (zum Beispiel -21 °C über mehr als 3 aufeinanderfolgende Tage), erhöht sich die Viskosität der FR3-Flüssigkeit. Während die Durchschlagfestigkeit der FR3-Flüssigkeit erhalten bleibt, dient das gleiche Kaltstartverfahren dazu, die Viskosität der Flüssigkeit zu senken, ohne die Bewegung der in die Flüssigkeit getauchten Komponenten zu beeinträchtigen.

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