Längere Lebensdauer oder höhere Überlastkapazität bei standardisierter, hoher Wärmebeständigkeit.

Das Transformatordesign wird wesentlich von der Wärmeklasse des festen Isolierungssystems beeinflusst. Der Alterungsprozess des Isolierpapiers (überwiegend aus Cellulose oder thermostabilisierter Kraft-Cellulose (TUK)) gilt üblicherweise als das „schwächste Glied“ bei der erwarteten Lebensdauer des Transformators und wird direkt durch die Reaktion mit dem dielektrischen Kühlmittel und die Betriebstemperatur des Transformators beeinflusst. Seit der Einführung und Standardisierung von TUK in den 1960er Jahren gab es keine allgemein bedeutende technische Weiterentwicklung in diesem Bereich.

Internationale Normen, die die Konstruktion von Transformatoren branchenweit bestimmen, wurden danach auf einen Hot-Spot von 95 °C oder 110 °C bei einer durchschnittlichen Wicklungserwärmung (AWR) von 55 °C oder 65 °C für Cellulose bzw. TUK ausgelegt. So wurde die erwartete Gerätelebensdauer für Transformatoren durch die IEEE-Vorgaben auf 20,55 Jahre festgelegt.

Jetzt gibt es diese Auflage jedoch nicht mehr. Zudem ist in der Branche eine neue, höhere Temperaturbeständigkeit (15 bis 20 °C wärmere Hot Spots) zum Standard geworden, womit Sie Ihren Transformator besser nutzen können: zusätzliche Lastkapazität, eine höhere Anlagenlebensdauer oder einen geringeren Platzbedarf des Transformators.

Viele Erstausrüster und Versorgungsunternehmen weltweit verwenden FR3-Flüssigkeit und profitieren von ihrer (international normierten) hohen Temperaturbeständigkeit:

  • Geringere Anschaffungskosten ohne Einbußen bei der Zuverlässigkeit
  • Konstruktion von Transformatoren mit geringerem Platzbedarf bei Wahrung der Lastkapazität und Zuverlässigkeit
  • Steigerung der Lastkapazität um bis zu 20 % bei gleicher Transformatorgröße und gleicher zu erwartender Lebensdauer

 

Vorteil der Hochtemperaturisolierung

Mithilfe internationaler standardisierter beschleunigter Prüfverfahren wurde nachgewiesen, dass ein Isolierungssystem mit Envirotemp™ FR3™-Flüssigkeit bei einer um bis zu 20 °C höheren Temperatur (als mit gleichwertigem Mineralöl) bei gleicher oder höherer erwarteter Lebensdauer betrieben werden kann. Weiters können Versorgungsunternehmen ihre Überlastkapazität um bis zu 20 % erhöhen. In vielen Fällen entscheiden sich Versorgungsunternehmen für beides: Steigerung der Überlastkapazität durch Auslegung der Transformatoren für einen Betrieb bei 120 °C bei gleichzeitiger Erhöhung der Lebensdauer ihrer Anlagen.

Des Weiteren können neue Transformatoren mit einem um bis zu 20 °C geringeren Kühlungsbedarf entwickelt werden, die dadurch noch kostengünstiger sind. Diese kleineren Transformatoren benötigen weniger Flüssigkeit und Werkstoffe benötigen bei gleicher oder höherer Überlastkapazität.

Von der Hochtemperaturisolierung profitieren sowohl neue, als auch von Mineralöl auf FR3 gewechselte, nachbefüllte Leistungs- und Verteilungstransformatoren.

Wenden Sie sich an unser Team für dielektrische Flüssigkeiten, wenn Sie diese kostengünstige, leistungsstarke Lösung auch in Ihrem Bereich einsetzen möchten.

 

 

Siehe IEC 60076-14 oder IEEE C57.154 Standard for the Design, Testing, and Application of Liquid-Immersed Distribution, Power, and Regulating Transformers Using High-Temperature Insulation Systems and Operating at Elevated Temperature. Veröffentlicht 30. Oktober 2012

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