Alle Flüssigkeiten oxidieren zu einem bestimmten Zeitpunkt, dies kann aber mehrere Jahre dauern.

Bei nicht frei atmenden Transformatoranwendungen (Transformatoren, bei denen sich die Umgebungsluft und das Öl über längere Zeit nicht dauerhaft in direktem Kontakt befinden), stellt die Oxidation kein Problem dar, da die Einwirkung der Luft auf die Flüssigkeit nur minimal ist.  Selbst bei einem frei atmenden Transformator oder bei zeitweiser Einwirkung (z. B. bei einem Transformator mit undichten Stellen) dauert die Oxidation mehrere Jahre..

Jeder Flüssigkeitstyp oxidiert auf unterschiedliche Weise und die Nebenprodukte der Oxidation können die Leistungsfähigkeit des Transformators negativ beeinträchtigen.  Daher wurden verschiedene Labortests zur Prüfung der Oxidationsstabilität entwickelt, um die relative Oxidationsstabilität von dielektrischen Flüssigkeiten in einer Laborumgebung zu bewerten. Diese Tests dienen jedoch nicht zur Simulation der operativen Leistung in einem Transformator. Während der Anwendung von Mineralöl und natürlichen Estern zeigen sich folgende Unterschiede:

  • Die Nebenprodukte der Mineralöloxidation bilden Substanzen, die aus der Flüssigkeit ausfallen. Die langfristige Auswirkung während der Anwendung kann Schlammbildung auf den Flächen im Transformator sein, was zu einer weniger wirksamen Wärmeübertragung führt.
  • Die Nebenprodukte von natürlichem Ester bilden Oligomere (große Moleküle), die in der Lösung bleiben. Die langfristige Auswirkung während der Anwendung kann ein leichter Anstieg der Viskosität der Flüssigkeit sein. Es bildet sich jedoch kein Schlamm, und weder die Durchschlagfestigkeit noch die dielektrische Leistungseffizienz sind beeinträchtigt.

 

Nahezu 20 Jahre bewährte Leistungsfähigkeit

Bei nicht frei atmenden Transformatoren gibt es hinsichtlich der Oxidationsstabilität der Envirotemp™ FR3™-Flüssigkeit keine Bedenken.  Aufgrund ihrer Zusammensetzung erfüllt die FR3-Flüssigkeit die IEC- und IEEE-Standards für die Oxidationsstabilität und zeichnet sich durch höchste Umweltfreundlichkeit aus.  Weiterlesen

Die FR3-Flüssigkeit stellt ihre Leistungsfähigkeit seit nahezu 20 Jahren in über einer Million Transformatoren auf sechs Kontinenten und in 30 Ländern wirksam unter Beweis. Diese Anwendungserfahrung umfasst:

  • Echte frei atmende Transformatoren (seit über 11 Jahren) und LTCs
  • Abgedichtete Transformatoren und Transformatorumrüstungen mit Luftzelle im Ausdehnungsgefäß, einschließlich Geräten mit falsch montierten Luftzellen
  • Fünfjährige Studien umfangreicher und dünner Oxidationsschichten, unterstützt durch zahlreiche Laborprüfungen über längere Zeiträume, um die Leistungseffizienz der FR3-Flüssigkeit im Betrieb zu überprüfen

Obwohl die Oxidation bei FR3 schneller stattfindet als bei Mineralöl, reicht die Zeit aus, um normale Instandhaltungsverfahren (von einigen Tagen bis zu einigen Wochen) während Reparaturen am Transformator durchzuführen (bei denen die Komponenten aus dem Transformator entfernt werden oder der freigelegte Transformatortank geleert wird), bevor sich eine dünne Oxidationsschicht bilden würde. Mögliche Probleme können durch einfache betriebstechnische Handhabungsschritte und Empfehlungen vermieden werden. Weitere Informationen hat Cargill in umfassenden Anleitungen zur Lagerung, Handhabung und Wartung für Ihre Teams zusammengestellt.

Die Stabilität der FR3-Flüssigkeit ist nachweislich ausreichend für den praktischen Einsatz in den meisten Klimabedingungen und bei den weltweit üblichen Wartungsverfahren. Innerhalb eines Transformators stellt die Oxidationsstabilität keine Einschränkung für die FR3-Flüssigkeit dar.

Wenden Sie sich an unser Team für dielektrische Flüssigkeiten, um Unterstützung beim Einsatz der FR3-Flüssigkeit in Ihren Leistungs- und Verteiltransformatorenflotten zu erhalten.

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